Der Arne und ich waren Mitte Februar in Lissabon.  Ziel war ein Instagram Workshop im beliebten Surf Office. Der Trip lief unter dem Decknamen „Workation“. Das bedeutet, dass Arbeitsräume und Privatzimmer unter einem Dach sind. So konnten wir entspannt zu den Sessions oder im Coworking Space unseren Projekten nachgehen, ohne durch die halbe Stadt zu laufen. Gelaufen sind wir am Ende doch noch eine Menge (Siehe VLOG).

In diesem Artikel möchte ich das Gelernte aus dem Workshop mit Dir teilen. Angefangen bei der Bildsprache, bis hin zu empfehlenswerten Apps und Marketing mit Instagram.

Die Dozenten

Maria (@mariamidoes) #food

José (@voodoolx) #minimal

Ein von @voodoolx gepostetes Foto am

Madalena (@Madalena) #architectur

Cat (@catsanches) #portraitPhotography

Gabriela (@gmateus) #streetPhotography

Ein von Gabriela (@gmateus) gepostetes Foto am

Bildsprache

Für ein ansprechendes Bild ist neben der Idee die Umsetzung entscheident. Du kannst der kreativste Kopf sein, aber wenn Du grundsätzliche Fehler bei der Umsetzung machst, dann wirst Du keine guten Ergebnisse erzielen. Deine Bilder sollten authentisch sein. Ein künstliches Grinsen und angespannte Körperhaltung sind hier fehl am Platz. Die Follower wollen sich mit dem Bild identifizieren und verstehen, was für eine Person hinter dem Nickname steht. Unnötig zu sagen und ich mache es trotzdem. Zoome niemals mit Deinem Smartphone! Niemals! Die Qualität nimmt ab und das Bildrauschen zu. Am Ende ist es wichtig, dass Du Deinen eigenen Stil findest. Ein schönes Beispiel ist Elizabeth Kirby aka local_milk. Ihre Bilder haben alle reduzierte Farben und eine kühle Anmutung.

 
Es werde Licht
Ein wichtiger Faktor ist das Licht. Wir haben gelernt das Licht entweder dein bester Freund oder schlimmster Feind sein kann. Lerne zu lesen, woher das Licht kommt, um entsprechend den Schattenwurf bestimmen zu können. Arbeite wenn möglich mit diffusen Licht. Damit sind Lichtquellen gemeint, die gleichmäßig deine Szene ausleuchten und einen weicheren Schatten haben, als direktes Licht. Die Tageszeiten spielen auch eine große Rolle. Am besten machst du dich zwischen 11 – 16 Uhr auf die Jagd nach dem perfekten Motiv.

Farben
Denke auch über die Farben in Deinem Motiv nach. Gerade im Bereich Food Photography sind Farben essenziell um die Lebensmittel frischer aussehen zu lassen. Die Farbe Grün kann hier nicht genug eingesetzt werden. Der Kontrast ist auch wichtig. Achte bei Deinen Bildern, dass sich die Menschen mit ihrer Kleidung deutlich von dem Hintergrund absetzen.  Eine graue Wand mit Anzugträgern im ähnlichen Grauton wirkt fade und monoton.

Bildkomposition
Manchmal wird auch bewusst etwas weggelassen um ein bestimmtes Gefühl zu erzeugen. Darum geht es am Ende auch. Ein gewisses Gefühl beim Zuschauer zu erzeugen. Wenn du mal wieder dein Essen im Restaurant fotografierst, dann spiele mehr mit den Formen. Die runde Form des Tellers ist ideal um deinem Bild eine Struktur zu geben. Experimentiere auch ein wenig mit der Perspektive. Ein Hamburger sieht von oben fotografiert  langweilig aus. Der Betrachter weiß nicht, mit was er belegt ist. Wenn Du aber den Blickwinkel änderst, dann kannst Du ein wesentlich interessanteres Bild erstellen. Wir lesen Bilder immer von oben links nach rechts unten. Mach Dir das immer bewusst, wenn du deine Elemente in Szene setzt.

Must have Apps

Wenn es um Filter und den letzten Schliff ging, so wurden die verschiedensten Apps genannt. Die am meisten verwendeten habe ich Euch hier mal aufgelistet. Die Dozenten verwenden nicht die Filter in Instagram und bearbeiten ein Bild oftmals ein Bild in verschiedenen Apps.

 
Snapseed
Das Schweizer Taschenmesser unter den Bildbearbeitungs-Apps. Dir steht eine große Palette an Werkzeugen zur Verfügung um Kontrast, Helligkeit und Sättigung einzustellen. Darüber hinaus gibt es fertige Filter, die Deinem Bild einen individuellen Look verpassen. Interessant ist auch die Maskierungsfunktion, um einen Effekt nur auf einen speziellen Bereich wirken zu lassen.

VSCO
Wenn es um zahlreiche Filter mit dem gewissen Extra geht, dann wurde immer wieder VSCO erwähnt. So bearbeiten einige der Dozenten ihre Bilder erst in Snapseed und anschließen wird das Bild in VSCO finalisiert. Die App ist kostenlos und biete In-App Käufe an. So kann man sich je nach Bedürfnis weitere Filterpakete dazu kaufen.
Hipstamatic

Reflect
Reflektionen können ein gekonntes Stilmittel sein. Mit Reflect kannst Du in einfachen Schritten eine Reflektion in Deinen Bildern erzeugen. Zusätzlich kannst Du weitere Objekte im Himmel platzieren. So kann das Strandbild noch mit einem Schwarm Möwen im Himmel verschönert werden.

Anti Crop
Die App war mir auch unbekannt und ermöglicht es dir den Raum deines Fotos zu vergrößern. Stehst du an einer Wand, kannst Du nun einen viel größeren Ausschnitt erstellen und erhältst so mehr Gestaltungsmöglichkeiten.

Instagram Marketing

Zum Thema Marketing in Instagram gab es auch ein paar Fakten. Mit über 9 Millionen Deutschen Nutzern lohnt es sich auf jeden Fall Instagram näher zu beleuchten. Da es keine Links auf Instagram gibt, kann man nicht direkt zu seinem Produkt verlinken. Instagram lebt von visuell starken Bildern. Von daher kann Instagram als weiterer Kanal fürs Branding der eigenen Marke gesehen werden. Durch Fotos und Videos kannst Du Aufmerksamkeit auf Deine Marke lenken und bleibts somit länger in den Köpfen der potenziellen Neukunden.

Die meisten Instagram Kanäle wachsen exorbitant dadurch, dass sie direkt von Instagram empfohlen werden. Das bedeutet konkret, wenn Du Dich neu bei Instagram registriert, werden Dir diese Kanäle empfohlen. Da es aber mittlerweile eine Vielzahl von guten Channels gibt, ist es sehr schwierig von Instagram „auserwählt“ zu werden.

Bio
Kümmere Dich intensiv um Deine Bio und schreibe auf den Punkt genau was die Zuschauer erwarten können. Achte dabei, auch etwas über dich zu erzählen. Das ist authentisch und die Follower können dich besser einschätzen. Gebe ruhig eine E-Mail Adresse an um einfacher kontaktiert zu werden.

Hashtags
Habe eine Liste auf Deinem Handy mit fertigen hashtags. So musst Du Dir nicht jedes Mal die Finger wund schreiben. Investiere Zeit in die Liste und mache Dir Gedanken. Es hat keinen Sinn, generische Hashtags wie #love oder #sunnyDay zu verwenden. Damit gehst Du einfach unter zahlreichen Bildern unter. Schaue Dir dazu auch die Hashtags von der Konkurrenz an. Interessant sind auch die Hubs. Das sind Accounts die sich konsequent einem Nischenthema widmen und eine eigenen hashtag haben. Nutze die Hashtags der Hubs um direkt die Nischengruppen auf dein Foto aufmerksam zu machen.

Reichweite aufbauen
Damit Dein Instagram Profil an Reichweite gewinnt, musst Du es schaffen eine Menge Follower an Dich zu binden. Das schaffst Du nur durch Konsistenz und gute Bilder. Beides sind zwei wichtige Faktoren für Deinen Erfolg. Die Zeiten sind hart und der Konkurrenzdruck sehr hoch. Immer mehr Marken positionieren sich auf Instagram. Von daher musst Du oder dein Unternehmen stetig ansprechende Bilder posten um nicht in Vergessenheit zu geraten. Kommuniziere Dein Instagram Profil auf Deiner Webseite und Facebook. Mache deutlich was die Leute auf deinem Instagram Account erwarten können. Der Inhalt sollte sich dann entsprechend auch von deinem Facebook Content abgrenzen.

Community Management

Der Umgang mit Deinen Followern sowie die Pflege sind ein wichtiger Bestandteil. Achte immer mal wieder auf die Benachrichtigungen, um zeitnah auf Kommentare einzugehen und sie zu beantworten. Erhöhe das Engagement indem du auch selber Fragen an deine Follower stellst. Manche Instagramer überraschen ihr Publikum in dem sie neben dem Bild eine unterhaltsame Geschichte schreiben.  Fordere Dein Publikum auf ihren Buddy zu taggen. Natürlich muss das Thema was hergeben, mit diesem Move generierst Du auf jeden Fall mehr traffic auf deinen Bildern.

 

Hier noch ein paar Impressionen von Arne und Mir:
 

 

Insgesamt war der Workshop interessant und es war spannend zu sehen, wie die verschiedenen Instagrammer arbeiten. Wie auf jeder Social Media Plattform ist es auch hier wichtigkonsistent zu liefern. Alle paar Wochen mal eine Serie rauszuhauen hat keinen Sinn. Zum Thema Marketing hätte ich mir noch mehr Insights und Tools gewünscht. Im großen und Ganzen hat sich der Trip gelohnt und ich kann jedem nur empfehlen beim Surf Office vorbei zu schauen.

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